Jesus Christus spricht: Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
Johannes 10,10
Hallo neues Menschenkind! Hier ist dein Leben, mach was draus! Vielleicht bist du im August 2026 geboren und statistisch betrachtet, hast du noch mehr als 80 Jahre vor dir!
An diesem Lebenspunkt waren wir alle einmal, - vor vielen Jahren oder Jahrzehnten! Und wer dies liest, ist schon viele Schritte weiter und weiß, was sich bis hierher in seinem Leben erfüllt und gefüllt hat. Aber was ist das genau – ein erfülltes Leben? Ist es das Familienglück? Ist es das gefüllte Bankkonto, das vielleicht ein materiell sorgenfreies Leben ermöglicht? Ist es der gesicherte Beruf, mit einer guten Karriereperspektive? Ist es der gesunde Körper, der viele sportliche Aktivitäten ermöglicht, frei von Krankheiten und Beschwerden? Ist es eine seelische Zufriedenheit in einem freien und selbstbestimmten Leben? Haben Sie, - habe ich bis zu diesem Lebensmoment ein erfülltes Leben? Ich bin sicher, dass die Antworten auch altersbedingt sehr unterschiedlich ausfallen, aber doch darin übereinstimmen, dass Geld und Besitz oder Konsummöglichkeiten zwar nicht nebensächlich sind, aber doch in den Hintergrund treten und eigenartigerweise besonders dann, wenn diese Ziele tatsächlich erreicht sind. Das ist jedenfalls auch das Ergebnis wissenschaftlicher Meinungsforschungen. Danach ist vor allem die beantwortete Sinnfrage des Lebens für Zufriedenheit oder Unzufriedenheit entscheidend. Sie ist oft verknüpft mit Beziehungen und menschlicher Gemeinschaft. Das ist keineswegs neu. Sagen und Märchen der Völker berichten seit Jahrhunderten davon. In Deutschland ist es z.B. das Märchen vom Fischer und seiner Frau (Brüder Grimm) oder jenes von Wilhelm Hauff (Das kalte Herz). Der kleine Erdenbürger auf dem Bild wird sie nebenbei bemerkt vermutlich nicht kennenlernen, weil sie heute ‚wegdigitalisiert‘ sind. Aber das Thema wird bleiben, ein erfülltes Leben ist nicht an Äußerlichkeiten geknüpft, sondern an der inneren Lebensausrichtung. Das war auch schon das Thema vieler Philosophen wie Aristoteles, Epikur oder auch Kant. Und es war DAS große Thema von Jesus, das im Monatsspruch aus dem Johannes-Evangelium im Text vom sog. „Guten Hirten“ scheinbar nebenbei erwähnt wird. Jesus wusste als Kind seiner Zeit auch schon darum, dass das von Gott geschenkte Leben schon vor der ersten Lebensminute auf der Erde sehr unterschiedliche Startbedingungen haben kann. Immer wieder begegneten ihm von Geburt Schwerbehinderte (wie Blinde. Taube und Körperbehinderte), Arme und Benachteiligte, aber auch die im Vergleich unermesslich Reichen jener Zeit. Wo er hinkam, half und heilte er und kritisierte oft die Ausrichtung von Menschen an Gütern und Besitz, d.h. ihre Gebundenheit an Güter. Keineswegs war Jesus aber ein Asket, der das menschliche Leben als solches mit seinen Aufgaben und Bedürfnissen ablehnte. So sorgte er etwa selbst dafür, dass auf einer Hochzeit genügend Wein vorhanden war, sorgte für die Speisung vieler Menschen und für einen guten Fischfang. Andererseits erfuhren Habgier und eine Priorität des Lebens im Materiellen seine scharfe Kritik. Er verwies im mehrfachen Sinne immer darauf: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ (Matth.4,4), und immer ging es ihm darum, die Beziehung zu den Mitmenschen aber vor allem zu Gott als den Kern eines erfüllten Lebens hervorzuheben (s.a. Mt.6,33). Er bietet sich bis heute an, dafür die Tür zu sein, die in einen ganz anderen Lebensraum führt, der nichts mit einem goldenen Ballsaal zu tun hat. Und so geht dem Monatsspruch der Vers 9 in jenem Gleichnis vom <Guten Hirten> voraus: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. Das Bild verschränkt Gegenwart und Zukunft. Es ist jenes „schon jetzt“ erfüllt, aber „noch nicht“ vollendet. Auch für unseren kleinen Erdenbürger endet die Zukunft nicht an der Todesgrenze, wo immer sie liegen wird. Es gibt im christlichen Horizont eine Zukunft danach, die Jesus als der auferstandene Christus uns eröffnet hat. Aber davor liegt die Lebensweide, auf der sich Jesus um jedes „Schaf“ kümmert. So auch um den kleinen Erdenbürger (s.o.) über dessen Bettchen bis in die späten 1960iger Jahre des letzten Jahrhunderts noch ein großes Bild vom <Guten Hirten> gehangen hätte, als Zeichen der Gegenwart Jesu, seinem Kümmern und seinem Schutz. Heute ist das Bild aus den Kinderzimmern ‚wegdigitalisiert‘ und damit oft auch Jesus!? Vielleicht erzählt ihm jemand auf seinem Lebensweg irgendwann von jenem Leben in Fülle, das weit hinausreicht über den