Christusgemeinschaft
Oer-Erkenschwick e. V.

Monatsgedanken

Monatsgedanken April 2023

Traueranzeige Jesus 2304

Christus ist gestorben
und lebendig geworden,
um Herr zu sein
über Tote und Lebendige

                              Römer 14,19

 

 

Wer heutzutage im Suchportal >Google< das Wort „Traueranzeigen“ eingibt, dem werden mehr als 8 Millionen Ergebnisse zur Verfügung gestellt. Daraus kann man sicherlich ableiten, dass an der „Trauer“ um einen Menschen niemand vorbeikommt, denn der Tod trifft jeden Erdenbewohner irgendwann und keineswegs nur im hohen Alter. Für Angehörige und Freunde ist es nach wie vor in Deutschland noch eine Tradition, auf den Tod der Verstorbenen mit so einer Anzeige aufmerksam zu machen und der eigenen Trauer Ausdruck zu geben. Das lässt man sich dann durchaus etwas kosten, wenn man es in eine Tageszeitung setzen lässt, die aber inzwischen durch das Internet oftmals abgelöst wird. In diesen Anzeigen wird natürlich auch öfter etwas von der Persönlichkeit des oder der Toten sichtbar, von dem >wie er oder sie war<. Oft wird auch die Fassungslosigkeit geschildert, die mit der WARUM-FRAGE verbunden ist, besonders bei verstorbenen jungen Leuten. Eingeladen wird oft zu einer „Trauerfeier“. Aber was gibt es eigentlich zu feiern?
Denn das war’s ja dann auch – oder? Denn zurück bleiben ein paar persönliche Sachen, Fotos, bestenfalls vielleicht auch Hinweise auf die Lebensleistungen. Nicht nur jeder Sperrmüllhaufen vor den Häusern, aufgeschichtet von Habseligkeiten, kündet davon, dass nun das Vergessen auf den Plan tritt. Und spätestens mit dem späteren Tod der Nachkommen und Verwandten wird bei den meisten Menschen buchstäblich nichts mehr übrigbleiben. So es denn Gräber gab, werden diese irgendwann neu belegt oder unter einer Wiese vermutet niemand mehr, dass hier einst die Reste eines Menschen begraben waren. UNVERGESSEN? Weit gefehlt!
GrabsteinJohannesRau FotorEs gibt allerdings Ausnahmen. So etwa die Gräber vieler sog. Prominenter, etwa auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin, wo z.B. Bert Brecht, Christa Wolf, Johannes Rau, Heiner Müller, Bärbel Bohley u.v.a. bestattet sind.

Sie kennen diese Personen nicht, obwohl sie noch gar nicht so lange tot sind? Menschlich ist von ihnen in der Tat nicht mehr übrig als von einem unbekannten Obdachlosen, der anonym beerdigt wurde.

Doch mit jenem „Jesus von Nazareth“, dem Sohn (hebr. Ben) des Josef und seiner Frau Maria, sieht das anders aus. Auch rund 2000 Jahre nach seinem Tod gehört dieser Jesus zu den weltbekannten, gleichwohl umstrittenen Persönlichkeiten. Sein Felsengrab im sogn. Garten Gethsemane ist nach wissenschaftlicher Erkenntnis nicht sein wirkliches Grab gewesen, das sehr Gartengrab 2204 Fotorwahrscheinlich unter der heutigen sog. Grabeskirche in Jerusalem liegt. Gleichwohl ist dieser Garten zu einer bedeutenden Pilgerstätte geworden, die die Erinnerung an Jesus aufrechterhält.

Aber ist er wirklich tot? Hier beginnen Verständnislosigkeit und auch Glaubensüberzeugungen. Für den Apostel Paulus, aus dessen Römerbrief (um 50 n.Chr.) der Monatsspruch stammt, ist das allerdings keine Frage. Seine Begegnung mit dem Auferstandenen lange nach dessen menschlichem Tod, die sich vor Damaskus ereignete, und die in der sog. Apostelgeschichte (9,3-29) eindrucksvoll geschildert wird, ließ für den einstigen Christenhasser und Leugner der Auferstehung keinen Zweifel mehr zu: Jesus lebt! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Genau das ist die gewaltige Osterbotschaft der Christen! Jesus starb wie jeder Mensch mit allen Schmerzen und Ängsten, fühlte sich nach biblischem Zeugnis sogar darin von Gott verlassen. Aber Gott holte ihn aus dem Tod zurück ins Leben, besser gesagt in seine himmlische Welt!

Aber damit nicht genug! An jedem Osterfest können Christen einen freudigen Blick auf ihre eigene Auferstehung werfen. Denn eben dieser Jesus sagte als Auferstandener: „Ich lebe und ihr sollt auch leben.“ Johannes 14, 19b. Das heißt, unsere zukünftige Traueranzeige ist genau wie jene von „Jesus Ben Josef“, die Ankündigung der Abreise in ein neues Leben und damit im Grunde eine Freudenanzeige, die natürlich den menschlichen Schmerz zulässt. So stellte auch jener Paulus, der als einer von vielen Jesus als dem Auferstandenen begegnen durfte, in seinem Brief an die Römer fest: So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Römer 6,4) Und damit ist allerdings auch gesagt, wer das glaubt, für den ist Ostern schon jetzt mit Hasen und Eiern nicht zu Ende erzählt. Für Christenmenschen ist das nicht unglaublich, aber ehrlich gesagt bleibt es unvorstellbar, auch im

April Anno Domini 2023

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