Christusgemeinschaft
Oer-Erkenschwick e. V.

Aktuell

17.03.2026
Sehet, dass ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand kann aus meiner Hand reißen.
Jesus betete: Vater, du hast dem Sohn Macht gegeben über alle Menschen, auf dass er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben hast: das ewige Leben.

7 WOCHEN MIT

Luther Wittenberg 26021 FotorFastenzeit in der Passionszeit

 

Martin Luther starb am 18. Februar.
2026 ist dies bekanntermaßen der sog. Aschermittwoch, den auch Luther kannte.
Sein Tod fiel in die Fastenzeit vor 480 Jahren. 


Askese war aber nicht das Ding des Reformators. Vielfältiges und reichliches Essen und Trinken schätzte er, und von ihm gibt es keine Darstellung, die ihn untergewichtig zeigt. Gleichwohl wusste er darum, dass auch nichts gegen eine Fastenzeit spricht. Interessant ist seine Begründung:

"Denn ein freier Christenmensch spricht so: Ich will fasten, beten, dies und das tun, was geboten ist, nicht, dass ich es bedarf oder dadurch wollte gut oder selig werden, sondern ich will es dem Papst, Bischof, der Gemeinde oder meinem Mitbruder, meinem Herrn zu Willen, Beispiel und Dienst tun und leiden, genauso wie Christus um meinetwillen viel größere Dinge getan und gelitten hat"(Luther: Von der Freiheit eines Christenmenschen)

Fasten ist also im evangelischen Verständnis keine Verpflichtung oder gar heilsnotwendig. Aber in diesen 40 Tagen vor Ostern (+6 Sonntagen) kann Fasten zu einer nachhaltigen Erinnerung an die Passion, an das Leiden Christi beitragen. Dabei ist frei zu entscheiden, ob, wie und wann man es praktiziert. Im Schwerpunkt steht zwar auch die körperliche Selbstbeherrschung, nicht aber ein Abnehmen, sondern ein Zunehmen des eigenen Glaubens im Blick auf das, was Jesus als der Christus Gottes für uns tat!
Versuchen wir es 7 Wochen mit diesem Gedenken!