Christusgemeinschaft Oer-Erkenschwick e. V.

Mosprubild Weltende b 1903

Haben Sie schon mal an das Ende der Welt gedacht oder sind Sie besorgt über einen möglichen Weltuntergang angesichts der vielfältigen Bedrohungen, denen unser Planet ausgesetzt ist?
Vor knapp zwei Jahren lautete eine Schlagzeile von SPIEGEL ONLINE:“ Hawking gibt Menschheit noch 100 Jahre auf der Erde“. Nach Auffassung dieses renommierten Wissenschaftlers sollte unser blauer Planet bis zu diesem Zeitpunkt unbewohnbar geworden sein. Und mit seinen Forschungen steht er mit dieser Prognose durchaus nicht allein, auch wenn das Datum sicher weiter umstritten bleiben wird. Nach dem neuesten UNO Arctic Report wird sich unsere Erde rasant erwärmen. Bereits im Jahr 2050 sollen die Temperaturen in der Arktis um drei bis fünf Grad im Mittel steigen und damit wird das Weltklima gehörig weiter durcheinandergebracht. Schmelzende Gletscher, versinkende Inseln, auf denen heute noch Urlauber in der Sonne liegen (z.B. den Malediven), Dürren, Überschwemmungen usw. Und den Rest erledigen die Menschen sowieso selbst, etwa über unbewohnbar gewordene Lebensräume und dadurch ausgelöste Flüchtlingsbewegungen mit nachfolgenden Konflikten. Der neue brasilianische Präsident Bolsonaro z.B. hat in seinem ersten Amtsmonat 2019 die Abholzung des Regenwaldes um mehr als die Hälfte gesteigert. Eine Zeitung nannte dies: „Angriff auf die grüne Lunge“ der Erde, die bekanntermaßen den Klimafaktor Nr.1 (das CO2) bindet. Trumps Einstellungen und seine Kohlepolitik braucht man kaum noch ergänzend erwähnen. In so einer Welt von morgen aus dem Ei zu schlüpfen oder geboren zu werden, erscheint nicht gerade erstrebenswert. Die dieser Tage demonstrierenden jungen Schüler(innen) im Gefolge von Greta Thunberg fordern zurecht ein Umdenken und vor allem „Umtun“. Aber ihre Appelle an die Vernunft der aktuell politisch Verantwortlichen dürften, selbst wenn sie unwahrscheinlicherweise von den Politikern gehört würden, schlimmstenfalls zu spät kommen, denn – so stellen Wissenschaftler nüchtern fest – auch wenn etwa die Klimaziele des Pariser UNO-Abkommens von 2016 eingehalten würden, so wäre eine signifikante Erwärmung des Planeten nicht mehr aufzuhalten. Selbst eine Temperatursteigerung um bis zu neun Grad halten die Forscher im UNO-Umweltkonferenzbericht bis 2080 für möglich.

Ergebnis und Zusammenfassung: Für den Untergang der Erde wird kein zorniger Gott – wie es einst die Sintflutgeschichte beschrieb (s. 1. Mose 7 und Jesaja 24) - oder ein Kampf dunkler Mächte gegen die Söhne und Töchter des Lichts mehr benötigt. Das kriegen wir schon alleine hin. Dass das Ende des blauen Planeten kommt, ist auch die alte Botschaft der Bibel und darin besonders des Neuen Testaments (s. Markus 13). Aber dieses Ende ist in biblischer Sicht zugleich der Anfang einer neuen Welt, die als Reich Gottes bezeichnet wird. Man kann wohl davon ausgehen, dass der Mensch Jesus von Nazareth, der dann der Christus Gottes wurde, selbst diesen Zeitpunkt und die näheren Umstände eines Weltendes nicht kannte (s. Matthäus 24, 36). Das war aber auch nicht sein Thema. Was würde Jesus zu den Klimademos dieser Tage sagen? So könnte man mit dem verstorbenen Politiker und gelernten Jesuiten Heiner Geisler fragen (s. sein Buch von 2005). Vielleicht dies auf biblischer Grundlage: Es ist euer Auftrag und eure Pflicht euch für die Erhaltung von Gottes Schöpfung einzusetzen, damit auch morgen noch Bienen auf eure Apfelbäume fliegen, auch wenn übermorgen die Welt untergehen würde. Aber die Voraussetzung dafür ist zuallererst die Klimaverbesserung zwischen Gott und euch! Und dann könnt ihr mit dem aktuellen Monatsspruch sicher sein, ich stehe an eurer Seite bis zum Ende dieser Welt. Mögen es noch 100 Jahre oder viel mehr sein, es geht Jesus um die Vorbereitung auf unseren persönlichen Weltuntergang im Augenblick unseres Todes. Und dieses persönliche Ende ist unausweichlich, so wie jenes der Erde, die spätestens ihr Leben verliert, wenn die Sonne einst ausgeglüht sein wird. Hawkings empfahl, möglichst schnell mit Raumschiffen die Galaxie zu wechseln und ein neues Leben auf einem anderen Planeten zu beginnen. Jesus rät dazu, sich ein Ticket für Gottes neue Welt zu sichern, ohne die Verantwortung für die Mutter Erde aufzugeben, denn bereits auf diesem Planeten liegt nach der biblischen Botschaft der Steinbruch für Gottes neue Welt. Christliche Gemeinschaften sind gewissermaßen die Filialen dieser neuen Welt, mögen deren Mitarbeiter(innen) auch selbst manchmal unvollkommene und schlechte Vorbilder sein. Jesus selbst durfte als erster Mensch das Ticket für diese neue Welt Gottes lösen. Und er zahlte den Höchstpreis dafür am Kreuz mit seinem Tod. Aber Jesus zahlte nach biblischer Botschaft nicht für sich selbst, sondern für alle Menschen, die diese Option auf ein neues Leben hinter ihrer irdischen Existenz unter eben diesem Kreuz abholen wollen. Christen gedenken am Osterfest an diesen rettenden, auferstandenen Jesus, der durch die Tat Gottes zum Christus wurde, der für jeden glaubenden Menschen dieses großartige Überlebensangebot bereithält. Seine österliche Auferstehung vor nun fast 2000 Menschenjahren war nicht auf einen Exklusivvertrag zwischen Gott und Jesus gegründet. Er ist nach biblischem Zeugnis nur der Erste der Auferstandenen, deren Ende auf dieser Welt nicht das Ende ihrer Existenz bedeutet (1. Kor.15,20). Genau das ist die frohe Osterbotschaft in den dürren Zeiten dieser bedrohten Welt! Beginnen wir also mit einer Klimaverbesserung, nicht nur für diesen Planeten, sondern für unsere Zukunft mit Gott, der am Welt Ende immer noch da sein wird. Sich diesem Jesus Christus anzuvertrauen und dabei nicht die Verantwortung für den Lebensraum Erde aufzugeben, ist der Kern der biblischen Botschaft! Gerade das Osterfest fordert uns genau dazu auf im

März Anno Domini 2019

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